Kinder Märchen Peterchens Mondfahrt

Das KindermärchenPeterchens Mondfahrt“ wurde von Gerdt von Bassewitz verfasst. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine Märchenaufführung, die im Jahre 1912 in Leipzig erstmals gespielt wurde. Drei Jahre später erschien auch das dazugehörige Buch, in dem das Märchen in schriftlicher Form veröffentlicht wurde. In den Jahren 1959 und 1990 folgten zwei Verfilmungen, als Hörspiel erschien das Märchen 1951, 1999 und 2009. Bei der Geschichte handelt es sich im Bereich der Kinderliteratur um einen absoluten Klassiker im deutschsprachigen Raum. Auch wenn Kinder an Märchen denken, wird von einigen dieses Märchen genannt.

Die Geschichte des Herrn Sumsemann…

…. der sein verlorengegangenes Beinchen sucht. Die Geschichte in Peterchens Mondfahrt handelt von Herrn Sumsemann, einem Maikäfer, dem vom Holzdieb ein Bein gestohlen wurde. Anschließend wird der Holzdieb von einer Fee mitsamt dem Bein auf den Mond verbannt. Aus Mitleid gestattet die Fee dem Käfer, zwei Kinder auf seiner Reise zum Mond mitzunehmen, um sich das verloren gegangene Bein zurückzuholen. Bei diesen beiden Kindern handelt es sich um Anneliese und Peter. Im Garten ihrer Eltern lebt Herr Sumsemann zurückgezogen nach dem Verlust seiner Frau. Eines Abends gelangt er in das Zimmer von Anneliese und Peter, denen er zunächst etwas auf seiner Geige vorspielt und ihnen anschließend seine Geschichte erzählt. Kurzerhand machen sie sich zu dritt auf die Reise zum Mond, auf der ihnen allerlei Abenteuer widerfahren.

Reiseerzählungen bei Peterchens Mondfahrt

Auf ihrer Reise gelangen sie zur Sternwiese, auf der sie dem Sandmännchen begegnen, fahren auf der Milchstraße Schlitten, begegnen im Schloss einer Nachtfee vielen verschiedenen fantastischen Gestalten und Fabelwesen und gelangen zur Weihnachtswiese, zum Osternest und zur Mondkanone.

Zum Schluss steht ein spannender Kampf an, den sie mit dem Mondmann austragen müssen. Nachdem sie sich mit der Mondkanone auf den Mondberg befördert haben, sind sie auf der Suche nach dem Baum, an dem das sechste Bein von Herrn Sumsemann hängt. Als sie diesen gefunden haben, zeigt sich der Mondmann und möchte, dass für die Aushändigung des Beines eine Gegenleistung erfolgt. Doch er erweist sich als unersättlich, selbst nachdem Peter und Anneliese ihm ihre letzten Äpfel, sämtliche mit sich geführten Lebkuchen und die beiden Puppen, die sie mitgenommen haben, übergeben haben. Als er all das verschlungen hat, möchte er nun beide Kinder verspeisen. Nachdem Donnermann, Wassermann und Sturmriese, die sie im Schloss der Nachtfee kennengelernt haben, ihnen zur Hilfe eilen, zückt Peterchen sein Holzschwert und Anneliese ruft die Sterne um Hilfe an. So wird der Mondmann geblendet und verläuft sich letztendlich im Mondwald. Schnell wird Herrn Sumsemann das Beinchen wieder angeklebt und nach einer abschließenden Umarmung gelangen alle drei wieder zurück zur Erde, wo die beiden Kinder den Maikäfer in die Freiheit entlassen.

Bild: Peterchens Mondfahrt Sternwiese, Originalillustration von Hans Baluschek 1918

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